Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Einreise von ausländischen Mitarbeitenden deutscher Unternehmen in Russland zur Fortsetzung der Beschäftigung in Deutschland

08.11.2022 - Artikel

- Kurzinformation für Arbeitgeber -

Für Fachkräfte aus der Russischen Föderation bestehen nach dem Aufenthaltsgesetz (AufenthG) und der Beschäftigungsverordnung (BeschV) folgende Möglichkeiten:

Blaue Karte EU ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit (§ 18b Abs. 2 Satz 1 AufenthG):

  • Jahresmindestgehalt von 56.400,- Euro brutto
  • konkretes Arbeitsplatzangebot für mindestens ein Jahr (Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis)
  • Hochschulabschluss mit Apostille und in deutscher Übersetzung (in Deutschland anerkannt oder einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbar – vgl. Datenbank Anabin: https://anabin.kmk.org/anabin.html)
  • qualifikationsangemessene Beschäftigung

Die Voraussetzungen werden im Visumverfahren durch die Auslandsvertretungen geprüft. Das Verfahren dauert in der Regel 5 Arbeitstage. Wenn sich die Fachkraft schon früher längerfristig in Deutschland aufgehalten hat, muss die zuständige Ausländerbehörde zustimmen. Das Visum kann dann frühestens nach zehn Tagen erteilt werden.

Alle weiteren Titel für Fachkräfte und IT-Spezialisten können nur erteilt werden, wenn die Bundesagen-tur für Arbeit zustimmt:

  • Blaue Karte EU für sog. MINT-Berufe (§ 18b Abs. 2 AufenthG) Jahresmindestgehalt 43.992,- Euro, weitere Voraussetzungen wie oben
  • Fachkräfte mit akademischer Ausbildung (§ 18b Abs. 1 AufenthG)
  • Jahresmindestgehalt 43.992,- Euro, weitere Voraussetzungen wie oben
    • Antragsteller über 45 Jahre müssen ein Mindestgehalt von 3.877,50 Euro oder eine an-gemessene Altersversorgung nachweisen
  • Fachkräfte mit Berufsausbildung (§ 18a AufenthG) Jahresmindestgehalt 43.992,- Euro, weitere Voraussetzungen
    • Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis
    • Nachweis der Berufsqualifikation (Diplom mit Apostille und deutscher Übersetzung)
    • Anerkennungs-/Gleichwertigkeitsbescheid aus Deutschland
    • Antragsteller über 45 Jahre müssen ein Mindestgehalt von 3.877,50 Euro oder eine angemessene Altersversorgung nachweisen
  • IT-Spezialisten mit berufspraktischer Erfahrung (§ 6 BeschV)
    • Jahresmindestgehalt von 50.760,- Euro 
    • Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis
    • mindestens 3-jährige Berufserfahrung im IT-Bereich in den letzten 7 Jahren
    • Deutschsprachkenntnisse auf dem Niveau B1 oder sofern Englisch Arbeitssprache entsprechende Englischkenntnisse

Alle Unterlagen sind im Original mit 2 Kopien einzureichen. Zusätzlich zu den o.g. Unterlagen sind von allen Fachkräften vorzulegen:

  • Zusätzlich zu den o.g. Unterlagen sind von allen Fachkräften vorzulegen:
    • 2 ausgefüllte und unterschriebene Videxformulare
    • Reisepass mit 2 Kopien der Datenseite
    • Inlandspass
    • 3 biometrische Fotos
    • Krankenversicherung bis zum Beginn des Arbeitsverhältnisses, sofern die Versicherung über die Firma bereits besteht, entsprechender Nachweis

Zur Beschleunigung des Visumverfahrens hat die Bundesagentur für Arbeit eine befristete sog. Globalzustimmung für den o.a. Personenkreis erteilt.

Informationen über die jeweiligen Voraussetzungen finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts und auf der Webseite der deutschen Auslandsvertretungen in der Russischen Föderation.

Das Visumverfahren auf Grundlage der Globalzustimmung der Bundesagentur für Arbeit dauert in der Regel 5 Arbeitstage. Wenn sich die Fachkraft schon früher längerfristig in Deutschland aufgehalten hat, muss die zuständige Ausländerbehörde zustimmen. Das Visum kann dann frühestens nach zehn Tagen erteilt werden.

Bitte beachten Sie unbedingt folgendes:

Zur besseren Planung und Steuerung der Kapazitäten an den Visastellen bitten wir Sie, Terminwünsche ausschließlich über Namenslisten an die Visastelle zu übersenden. Eine Terminierung erfolgt dann direkt durch die Visastelle.

Wir wären Ihnen dankbar, wenn die Mitarbeitenden darauf hingewiesen werden könnten, dass zur Vermeidung von Doppelbuchungen von einer direkten Terminbuchung abzusehen ist und zugesagte Termine, wenn irgend möglich auch wahrzunehmen sind.

Wir wären Ihnen außerdem dankbar, wenn Sie Ihre Mitarbeitenden sensibilisieren, pünktlich zum vereinbarten Termin zu erscheinen. Sollten sie den Termin nicht wahrnehmen können, sollte er bitte rechtzeitig abgesagt werden. Ansonsten kann der Termin nicht anderweitig vergeben werden.                                                                                                                

nach oben