Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Beurkundung eines Antrags auf Erteilung eines Erbscheins

Artikel

Um über einen in Deutschland befindlichen Nachlass (z.B. ein Grundstück oder Konto) verfügen zu können, benötigen die Erben in der Regel einen von einem deutschen Nachlassgericht erteilten Erbschein. Der Antrag hierfür kann auch bei der Botschaft beurkundet werden.

Vorbereitung, Terminvereinbarung

Um über einen in Deutschland befindlichen Nachlass (z.B. ein Grundstück oder Konto) verfügen zu können, benötigen die Erben in der Regel einen von einem deutschen Nachlassgericht erteilten Erbschein. Der Erbschein wird nur auf Antrag durch das zuständige deutsche Nachlassgericht ausgestellt, der unter anderem eine eidesstattliche Versicherung enthält und deswegen beurkundet werden muss. In Serbien kann die Beurkundung des Erbscheinantrags in der deutschen Botschaft Belgrad durchgeführt werden. 

Zur Vorbereitung des Erbscheinantrags und der Beurkundung sind einige Angaben über die Familien- und Vermögensverhältnisse des Verstorbenen notwendig. Hierzu füllen Sie bitte den Fragenbogen vollständig aus und senden diesen und eine Kopie der unten genannten vorzulegenden Unterlagen zunächst an info@belgrad.diplo.de.

Nach Vorabprüfung des Fragebogens und der Unterlagen werden Sie seitens der Botschaft zur Vereinbarung eines Termins kontaktiert und erhalten auch Informationen über die von Ihnen zu entrichtende Beurkundungsgebühr, die sich am Wert des Nachlasses orientiert.

Vorzulegende Unterlagen 

Bitte übersenden Sie folgende Unterlagen vorab als Scan und bringen Sie zum Termin im Original oder zumindest in beglaubigter Kopie mit: 

  • gültiges Ausweisdokument des Antragstellers bzw. der Antragsteller
  • Geburts- und Sterbeurkunde des Erblassers, falls aus Serbien: internationale Urkunde, falls keine internationale bzw. deutsche Urkunde: mit amtlicher Übersetzung und ggf. mit Apostille)
  • falls vorhanden: Nachweise zum gewöhnlichen Aufenthalt des Erblassers (des Verstorbenen) im Zeitpunkt des Todes und zur Staatsangehörigkeit: z.B. durch einfache Kopie des Pass- oder Ausweisdokuments des Erblassers bzw. Geburtsurkunde, Aufenthaltstitel, Meldebescheinigung
  • falls vorhanden: sämtliche Testamente des Erblassers, insbesondere Verfügungen von Todes wegen, die eine Rechtswahl hinsichtlich des anzuwendenden Erbrechts enthalten
  • Falls der Ehegatte, Abkömmlinge oder sonstige Verwandte erben, ist die Ehegatten- oder Verwandteneigenschaft durch folgende Urkunden zu belegen: Heiratsurkunde bzw. Geburts- oder Abstammungsurkunden (falls aus Serbien: internationale Urkunden, falls keine internationale bzw. deutsche Urkunde: mit amtlicher Übersetzung und ggf. mit Apostille).
  • Sofern der Ehegatte oder erbberechtigte Verwandte vorverstorben sind, deren Sterbeurkunden (falls aus Serbien: internationale Sterbeurkunde, falls keine internationale bzw. deutsche Urkunde: mit amtlicher Übersetzung und ggf. mit Apostille)
  • Falls der Erblasser Vorehen hatte: Heiratsurkunde(n) und Nachweis(e) über die Auflösung der Vorehe(n), Scheidungsurteil(e) bzw. Sterbeurkunde(n) der früheren Ehepartner, ggf. mit Übersetzungen und Apostille, sowie ggf. Anerkennung der ausländischen Ehescheidung, Informationen hierzu finden Sie hier
  • bei Erbverzicht eines Erben: Erbverzichtsvertrag oder Angabe der Hinterlegungsstelle, bei Erbausschlagung eines Erben genügt ein Hinweis auf die beim Nachlassgericht vorliegenden Akten. Bei vorzeitigem Erbausgleich beglaubigte Abschrift oder Ausfertigung der Ausgleichsvereinbarung. Bei einer Vereinbarung im Sinne des Nichtehelichengesetzes zwischen dem Vater und seinem vor 01.07.1949 geborenen nichtehelichen Kind eine beglaubigte Abschrift oder Ausfertigung dieser Vereinbarung.
  • falls vorhanden: Erbnachweis nach serbischem Recht
  • sofern ein gerichtliches Verfahren anhängig ist oder war, entsprechende Unterlagen (z. B. „Probate“)
  • bei Beantragung eines gemeinschaftlichen Erbscheins für mehrere Miterben durch einen Erben: amtlich beglaubigte Vollmachten sowie, ggf., amtlich beglaubigte Erbannahmeerklärung der Miterben
  • Bargeld in RSD zur Begleichung der Beurkundungsgebühr sowie ggf. zusätzlich einer Übersetzungsgebühr, falls der bzw. die Antragsteller der deutschen Sprache nicht hinreichend mächtig sind. Für die Bemessung der Beurkundungsgebühr sind insbesondere Nachweise zum Nachlasswert im Zeitpunkt des Erbfalles vorzulegen (z.B. letzte Kontoauszüge, bei Grundbesitz in Deutschland: Angaben zum, oder, falls vorhanden, Nachweis über den tatsächlichen Verkehrswert, oder, falls nicht möglich, Nachweis des Finanzamtes über den Einheitswert).

Der beurkundete Antrag auf Erteilung eines Erbscheins muss anschließend von Ihnen an das zuständige Nachlassgericht in Deutschland übersandt werden. In Ausnahmefällen kann die Übersendung auch durch die Botschaft erfolgen. Beim Nachlassgereicht fällt für die Erteilung des Erbscheins selbst eine weitere Gebühr an.

Alle Unterlagen müssen beim Gericht in Original oder beglaubigter Kopie eingereicht werden. Kopien können bei der Botschaft beglaubigt werden, weitere Informationen finden Sie hier.

nach oben