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Staatsangehörigkeitsfragen

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Hier finden Sie nützliche Informationen rund um das Thema Staatsangehörigkeit. Für Personen, die im Ausland leben, ist in Staatsangehörigkeitsfragen grundsätzlich das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln zuständig. Anträge können bei der Botschaft gestellt werden.

Staatsangehörigkeitsrechtliche Anträge können bei der Botschaft Belgrad gestellt werden. Die Botschaft kann Sie hierbei beraten, über die Erfolgsaussichten Auskunft geben und Anträge an das BVA weiterleiten. Bei Antragstellung über die Botschaft können zudem gebührenfrei Unterschrifts- und Kopiebeglaubigungen vorgenommen werden. Anträge können grundsätzlich jedoch auch direkt bzw. durch einen Bevollmächtigten beim BVA eingereicht werden.

Unten stehend finden Sie einige Hinweise zu Anträgen auf Beibehaltung, Erwerb oder Feststellung der bzw. Entlassung aus der deutschen Staatsangehörigkeit bzw. zu Anträgen auf Feststellung der Optionspflicht oder zum Spätaussiedlerverfahren. Informationen zu den vorzulegenden Unterlagen und auch zu weiteren Verfahren finden Sie stets aktualisiert auf der Website des BVA. Es sind grundsätzlich Originale vorzulegen. Es muss mit langen Bearbeitungszeiten beim BVA (auch deutlich über einem Jahr) gerechnet werden.

Die wichtigsten staatsangehörigkeitsrechtlichen Antragsverfahren

Wenn Sie in Serbien leben und die serbische Staatsangehörigkeit annehmen und Ihre deutsche Staatsangehörigkeit „beibehalten“ möchten, müssen Sie beim Bundesverwaltungsamt (BVA) eine Beibehaltungsgenehmigung beantragen. Ansonsten tritt mit dem Erwerb der serbischen der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit ein. In einigen Fällen verlangen die serbischen Behörden im Antragsverfahren aber ohnehin die Aufgabe der deutschen Staatsangehörigkeit. In diesem Fall wird in der Regel auch keine Beibehaltungsgenehmigung erteilt. Bitte klären Sie vor Antragstellung, ob Sie die deutsche Staatsangehörigkeit nicht ohnehin aufgeben müssen, um die serbische Staatsangehörigkeit zu beantragen.

Informationen zu Antragstellung bzw. Unterlagen finden Sie in der entsprechenden Rubrik auf der Website des BVA.

Bitte nehmen Sie sich Zeit die Unterlagen vollständig vorzubereiten und senden Sie vor Antragstellung zumindest einige relevante Unterlagen mit einer kurzen Schilderung des Sachverhaltes zunächst an info@belgrad.diplo.de. Sie werden dann seitens der Botschaft kontaktiert, ggf. auch direkt zur Vereinbarung eines Termins.

Ausländer können nach § 14 StAG auch im Ausland eingebürgert werden. Der Antrag kann bei der Botschaft Belgrad gestellt werden. Eine Einbürgerung im Ausland ist allerdings nur bei Vorliegen eines besonderen öffentlichen Interesses möglich, wobei private Interessen lediglich nachrangig berücksichtigt werden. Um von vornherein aussichtslose, aber trotzdem gebührenpflichtige Einbürgerungsanträge zu vermeiden, empfiehlt sich vor Antragstellung eine Anfrage beim Bundesverwaltungsamt (BVA) als der zuständigen Staatsangehörigkeitsbehörde. Umfangreiche Informationen zum Thema Einbürgerung finden Sie in der entsprechenden Rubrik auf der Website des BVA.

Erleichterte Bedingungen gelten bei der Einbürgerung unehelich geborener Kinder deutscher Väter und ausländischer Mütter, die vor dem 01.07.1993 geboren sind (siehe Merkblatt des BVA) und bei der Einbürgerung ehelich geborener Kinder deutscher Mütter und ausländischer Väter, die vor dem 01.01.1975 geboren sind (siehe Merkblatt des BVA).

Gemäß Art. 116 (2) GG haben Personen bzw. deren Nachkommen, denen aufgrund politischer, religiöser oder rassischer Verfolgung zwischen 1933 und 1945 die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen wurde, im Ausland einen Anspruch auf Einbürgerung (Wiedergutmachungseinbürgerungen). Bitte beachten Sie hierzu die entsprechenden Voraussetzungen auf der Website des BVA. Als Abkömmlinge im staatsangehörigkeitsrechtlichen Sinne zählen inzwischen auch vor dem 01.04.1953 geborene eheliche Kinder zwangsausgebürgerter deutscher Mütter und ausländischer Väter und vor dem 01.07.1993 geborene nichteheliche Kinder zwangsausgebürgerter deutscher Väter und ausländischer Mütter. Betroffene, deren Einbürgerungsantrag als Wiedergutmachungseinbürgerung in der Vergangenheit abgelehnt wurde, können sich jederzeit an die Botschaft wenden.

Im Ausland lebenden Nachkommen deutscher NS-Verfolgter, die keinen Anspruch auf Wiedergutmachung nach Art. 116 Abs. 2 des Grundgesetzes (GG) haben, haben ggf. die Möglichkeit einer erleichterten Einbürgerung. Dies gilt erstens für Kinder, deren deutscher Elternteil im Zusammenhang mit NS-Verfolgungsmaßnahmen die deutsche Staatsangehörigkeit durch Erwerb einer fremden Staatsangehörigkeit verloren hat, und zweitens für Kinder, deren verfolgungsbedingt emigrierte Mütter die deutsche Staatsangehörigkeit durch Eheschließung mit einem ausländischen Mann verloren haben und drittens für Abkömmlinge der beiden vorgenannten Gruppen bis zu dem zum 01. Januar 2000 eingefügten Generationenschnitt nach § 4 Abs. 4 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG). Bitte beachten Sie die Informationen des BVA. Für Rückfragen bezüglich der oben genannten Möglichkeiten können Sie sich gerne an uns wenden.

Bitte nehmen Sie sich Zeit die Unterlagen vollständig vorzubereiten und senden Sie vor Antragstellung zumindest einige relevante Unterlagen mit einer kurzen Schilderung des Sachverhaltes zunächst an info@belgrad.diplo.de. Sie werden dann seitens der Botschaft kontaktiert, ggf. auch direkt zur Vereinbarung eines Termins.

Wenn Sie in Serbien leben und die deutsche Staatsangehörigkeit aufgeben möchten, da Sie die serbische Staatsangehörigkeit erwerben wollen und die serbischen Behörden zunächst die Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit fordern, können Sie beim Bundesverwaltungsamt (BVA) die Entlassung aus der deutschen Staatsangehörigkeit beantragen. Wird Ihrem Antrag stattgegeben, erhalten Sie eine Urkunde über die Entlassung aus der deutschen Staatsangehörigkeit (Entlassungsurkunde). Der Antrag kann auch über die Botschaft Belgrad gestellt werden.

Informationen zu Antragstellung bzw. Unterlagen finden Sie in der entsprechenden Rubrik auf der Website des BVA.

Bitte nehmen Sie sich Zeit die Unterlagen vollständig vorzubereiten und senden Sie vor Antragstellung zumindest einige relevante Unterlagen mit einer kurzen Schilderung des Sachverhaltes zunächst an info@belgrad.diplo.de. Sie werden dann seitens der Botschaft kontaktiert, ggf. auch direkt zur Vereinbarung eines Termins.

Ansonsten tritt kraft Gesetzes mit dem Erwerb der serbischen der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit ein. Über diese Rechtsfolge kann Ihnen die Botschaft auch eine konsularische Bescheinigung ausstellen. Ob diese allerdings im Einzelfall ausreichend ist, entscheiden die zuständigen serbischen Staatsangehörigkeitsbehörden. Bitte buchen Sie für die Erteilung der Bescheinigung einen entsprechenden Termin über das Online-Terminvergabesystem und legen bei Vorsprache im Original vor:

  • Ihr gültiges deutsches Reise- bzw. Ausweisdokument
  • ausreichend Bargeld in RSD zur Begleichung der Bescheinigungsgebühr in Höhe von 25,00 €

Die Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit dient dazu, verbindlich feststellen zu lassen, ob Sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Besitzen Sie die deutsche Staatsangehörigkeit, wird ein Staatsangehörigkeitsausweis ausgestellt. Zuständig für in Serbien lebenden Personen ist das Bundesverwaltungsamt (BVA). Der Antrag kann in diesem Falle auch über die Botschaft Belgrad gestellt werden.

Informationen zu den vorzulegenden Unterlagen und Formularen finden Sie in der entsprechenden Rubrik auf der Website des BVA.

Bitte nehmen Sie sich Zeit die Unterlagen vollständig vorzubereiten und senden Sie vor Antragstellung zumindest einige relevante Unterlagen mit einer kurzen Schilderung des Sachverhaltes zunächst an info@belgrad.diplo.de. Sie werden dann seitens der Botschaft kontaktiert, ggf. auch direkt zur Vereinbarung eines Termins.

Kinder ausländischer Eltern, die durch Geburt in Deutschland die deutsche Staatsangehörigkeit erworben haben, müssen sich unter Umständen mit Vollendung des 21. Lebensjahres zwischen der deutschen und der ausländischen Staatsangehörigkeit entscheiden.

Optionspflicht, Feststellung des (Nicht-)Bestehens beantragen

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