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Überblick der deutsch-serbischen Zusammenarbeit 

22.05.2018 - Artikel

Mit der Gründung des Stabilitätspaktes Ende der 90er wurde ein Zeichen gesetzt, den Staaten Südosteuropas bei der Bewältigung wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen zu helfen.

Mit der Gründung des Stabilitätspaktes Ende der 90er wurde ein Zeichen gesetzt, den Staaten Südosteuropas bei der Bewältigung wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen zu helfen. Ziel der deutschen Unterstützung für Serbien war von Anfang an, zu einer Annäherung an die Europäische Union, zu einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung und damit zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung beizutragen. Für Serbien hat die deutsche Bundesregierung seit dem demokratischen Umbruch im Jahr 2000 mehr als 1,8 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Damit ist Deutschland der wichtigste bilaterale Geber für Serbien. Auch zu den EU-Hilfen hat Deutschland rund 20 % beigetragen.

Die Mittel für die Zusammenarbeit mit Serbien kommen zum überwiegenden Teil aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das BMZ beauftragt vor allem zwei Organisationen mit der Durchführung der deutsch-serbischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit: Die KfW Bank ist für Investitionsvorhaben zuständig, während die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Beratungsprojekte durchführt. Daneben nutzen viele Nichtregierungsorganisationen Mittel des BMZ, um Projekte in Serbien zu verwirklichen. Alle Aktivitäten zielen darauf ab, in der Region des Westlichen Balkans Frieden, Stabilität und Wohlstand zu fördern.

Die deutsch-serbische wirtschaftliche Zusammenarbeit fokussiert sich auf drei Schwerpunkte, die zwischen den Regierungen vereinbart wurden:

  1. Unser Ziel im Schwerpunkt Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung ist, dass Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen produktivitätssteigernd und nachhaltig investieren und in der Lage sind, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Einkommen zu erhöhen.
  2. Im Schwerpunkt Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung (kurz: Gute Regierungsführung) streben wir an, dass lokale und nationale staatliche Verwaltungen transparenter und bürgerorientierter arbeiten und die Lebensbedingungen für alle verbessern.
  3. Unser Engagement im Schwerpunkt Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen (kurz: Umwelt) soll unterstützen, dass die Bevölkerung und die Umwelt von einer nachhaltigen, effizienten und sozial gerechten Wasser- und Energieversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung profitieren.
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