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Entschädigung für NS-Unrecht

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NS-Verfolgte in Osteuropa können unter bestimmten Voraussetzungen eine Einmalbeihilfe erhalten, wenn sie bisher keine Wiedergutmachungsleistungen aus deutscher Quelle erhalten haben. Die Zahlung von Zwangsarbeiterentschädigungen wurde im Jahre 2007 abgeschlossen.

Entschädigung von verfolgten nichtjüdischen NS-Opfern in Osteuropa

Nichtjüdische Verfolgte, die keine deutsche Staatsangehörigkeit haben, können unter folgenden Voraussetzungen eine Einmalbeihilfe in Höhe von 2.556 Euro erhalten, wenn  sie bisher keine Wiedergutmachungsleistungen aus deutscher Quelle (z.B. Globalverträge, Stiftungen, Hirschinitiative) erhalten haben:

Der Antragsteller muss die Voraussetzungen der Richtlinien für nichtjüdische Verfolgte gemäß § 4 der Richtlinien der Bundesregierung für die Vergabe von Mitteln an Verfolgte nicht jüdischer Abstammung zur Abgeltung von Härten in Einzelfällen im Rahmen der Wiedergutmachung vom 26. August 1981 in der Fassung vom 7. März 1988 (WDF) erfüllen.

Der Antragsteller muss selbst NS-Verfolgter im Sinne von § 1 Bundesentschädigungsgesetz (BEG) sein. Das heißt, er muss aus Gründen der politischen Gegnerschaft gegen den Nationalsozialismus oder aus Gründen der Rasse oder des Glaubens oder der Weltanschauung durch nationalsozialistische Gewaltmaßnahmen verfolgt worden sein und dadurch in eigener Person einen erheblichen Gesundheitsschaden erlitten haben.

Anträge auf Entschädigungsleistungen sind beim Bundesfinanzministerium zu stellen:

Entschädigung von Zwangsarbeitern

In Folge des deutsch-amerikanischen Regierungsabkommens vom 17.07.2000 wurde das Gesetz über die Errichtung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) verabschiedet. Die Bundesrepublik Deutschland und die deutsche Wirtschaft brachten zu je 50 Prozent ein Stiftungsvermögen von 10,1 Milliarden DM auf. Daraus erhielten bis Ende des Jahres 2006 knapp 1,7 Millionen ehemalige Zwangsarbeiter des Deutschen Reiches in knapp 100 Ländern eine Entschädigung.  Ein Teilbetrag des Stiftungsvermögens wurde für den Zukunftsfond reserviert, welcher heute noch zur Förderung verschiedener Projekte des Gedenkens und der Erinnerung an die Opfer der NS-Herrschaft dient.

Diese Zahlungen wurden am 12. Juni 2007 mit einem offiziellen Festakt des Bundespräsidenten Horst Köhler im Beisein der Bundeskanzlerin Angela Merkel abgeschlossen.

Weitere Informationen zu Zwangsarbeiterentschädigungen finden Sie auf der Website der EVZ-Stiftung und zu Entschädigungen für NS-Unrecht allgemein auf der Website des Auswärtigen Amts.

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