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Häufig gestellte Visafragen

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Visumpflicht

FAQ

Serbische Staatsangehörige können mit einem gültigen biometrischen Reisepass für bis zu 90 Tage pro Halbjahr visumsfrei in die Schengener Staaten einreisen, wenn einer der folgenden Aufenthaltszwecke verfolgt wird:

  • Tourismus
  • Geschäftsreise
  • Besuchsreise
  • sonstige Reisen, die nicht in Verbindung mit einer zu genehmigenden Erwerbstätigkeit stehen (z.B. Sprachkurse, Schüleraustausch, Fortbildungen etc.)

Mitgliedsstaaten des Schengener Abkommens sind:

Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn.


Bei einer visumsfreien Einreise müssen Sie auf Verlangen der Grenzkontrollstellen bestimmte Nachweise vorlegen. Können Sie dies nicht, kann Ihnen die Einreise in die Schengener Staaten verwehrt werden.

Nachweise bezüglich des Reisezwecks:

  • bei Tourismus: Hotel- und Reisebuchungen
  • bei Geschäftsreisen: Bestätigung der in Deutschland ansässigen Firma, Einladung zu Tagungen, Seminaren oder Treffen mit Geschäftspartnern etc.
  • bei Besuchsreisen: eine Einladung von Freunden/Verwandten
  • sonstige Reisen: Bestätigungen über Sprachkurse, der Schulen oder sonstigen Organisationen

Nachweise bezüglich der Finanzierung:

  • Barmittel über € 45,- pro Aufenthaltstag ODER
  • Reiseschecks ODER
  • eine Verpflichtungserklärung/ Einladung des Gastgebers gem. §§ 66 bis 68 Aufenthaltsgesetz

Weitere Nachweise:

  • Reisekrankenversicherung (Mindestdeckung € 30.000,00), gültig in allen Schengener Staaten
  • Hin- und Rückflugticket bzw. -fahrschein (im Rahmen der 90-Tage-Frist)
  • Zustimmungserklärung eines oder beider nicht mitreisenden Elternteils/e mit Übersetzung.

Serbische Staatsangehörige, die einen Aufenthalt über 90 Tage oder die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in Deutschland planen, benötigen vor Einreise ein Visum. Bitte beachten Sie, dass für die Beantragung des Visums ein Termin nötig ist.

Terminbuchung

FAQ

Für die Beantragung eines Visums benötigen Sie einen Termin.


Sie wählen auf der Seite Visa und Einreise zunächst die für Sie einschlägige Rubrik (Familienzusammenführung, Erwerbstätigkeit, Aus- und Fortbildung oder Schengenvisum) aus.

Wählen Sie unter „Terminregistrierung“ Ihren Aufenthaltszweck aus und folgen dem entsprechenden Terminlink. Innerhalb des Terminsystems haben Sie ein Auswahlfeld, in dem Sie Ihren konkreten Aufenthaltszweck anklicken können.

Sie werden über unsere Website systematisch zu der für Sie passenden Terminkategorie geführt.

Die Wartezeiten auf einen Termin zur Beantragung eines Visums betragen zurzeit mindestens:

  • 11-12 Wochen - Familienzusammenführung
  • 10 Wochen - Berufskraftfahrer

In folgenden Kategorien können Sie den Termin direkt buchen:

  • Sonstige Erwerbstätigkeit
  • FEG Visa zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit mit in Deutschland anerkannter Berufsausbildung/ Berufsausübungserlaubnis/ Defizitbescheid oder anerkanntem Hochschulabschluss/ Blaue Karte
  • Pflegekräfte mit Anerkennung/Defizitbescheid

Das Terminsystem ist automatisiert, ein manueller Eingriff in die Grunddaten, die Sie bei der Terminregistrierung eingegeben haben, ist leider nicht möglich. Die alte Registrierung muss zunächst storniert werden, bevor Sie sich mit Ihren aktuellen Daten im Terminsystem registrieren können. Da Sie keinen Zugriff mehr auf ihre Registrierungsbestätigungsmail haben, senden Sie uns bitte folgende Daten Kontaktfornukar.

  • Vor- und Nachname
  • Registrierungsnummer

Wir stornieren Ihre Registrierung. Sie erhalten eine E-Mailnachricht und können sich dann umgehend neu registrieren.

Dies kann mehrere Gründe haben. Bitte prüfen Sie zunächst Ihren Spam-Ordner und stellen sicher, dass E-Mails, die als Spam eingeordnet werden, nicht sofort gelöscht werden. Sofern sich die Bestätigungs-E-Mail dort auch nicht befindet, haben Sie vermutlich Ihre E-Mail-Adresse fehlerhaft angegeben.

In diesem Fall müssen Sie eine neue Terminregistrierung unter Angabe einer gültigen E-Mailadresse vornehmen. Zuvor muss die alte Registrierung mit der fehlerhaften E-Mailadresse storniert werden. Hierzu senden Sie uns bitte folgende Daten an Kontaktformular:

  • Vor- und Nachname
  • Registrierungsnummer

Wir stornieren Ihre Registrierung. Sie erhalten eine E-Mailnachricht und können sich dann umgehend neu registrieren.

Bitte stornieren Sie zunächst die fehlerhafte Registrierung über den Link in der Bestätigungsmail, die Sie erhalten haben und registrieren sich mit korrekten Daten neu für einen Termin.

Bitte senden Sie uns in diesem Fall folgende Daten an

  • Vor- und Nachname
  • Registrierungsnummer

Wir stornieren Ihre Registrierung. Sie erhalten eine E-Mailnachricht.

Antragstellung

FAQ

Bitte beachten Sie, dass eine Antragstellung nur mit Termin möglich ist.

Zum Termin bringen Sie bitte Folgendes mit:

  • zwei ausgefüllte und unterschriebene Antragsformulare
  • ein unterschriebenes Merkblatt
  • alle im Merkblatt aufgeführten Dokumente je im Original und mit zwei Kopien
  • Visumsgebühr gemäß Merkblatt

Wählen Sie unter Visa und Einreise das für Ihren Aufenthaltszweck passende Merkblatt aus und stellen die darin aufgeführten Dokumente vollständig zusammen.

Bitte beachten Sie, dass vollständige Unterlagen die Antragsbearbeitung deutlich verkürzen.

Örtlich zuständig für die Visumerteilung ist die Auslandsvertretung, in deren Amtsbezirk Sie Ihren gewöhnlichen Aufenthalt bzw. Ihren Wohnsitz haben. Liegt Ihr gewöhnlicher Aufenthalt bzw. Ihr Wohnsitz in Serbien, so wenden Sie sich bitte an die Deutsche Botschaft Belgrad.

Bei Schengen-Visa: Bitte beachten Sie, dass sachlich die Auslandsvertretung desjenigen Schengen-Staates zuständig ist, in dessen Hoheitsgebiet Ihr alleiniges oder hauptsächliches Reiseziel liegt. Bei der Deutschen Botschaft Belgrad können Sie Ihren Visumantrag also vor allem dann stellen, wenn Sie nach Deutschland reisen wollen.


Abhängig von der jeweiligen Visumskategorie stellen Sie Ihren Visumsantrag entweder

· Bei unserem externen Visaannahmezentrum TLScontact, Omladinskih Brigada 88a (airport city) für die Kategorien Schengenvisa, Westbalkanregelung nach §26 Abs. 2 BeschV, Studium ohne Stipendium (DAAD, ERASMUS, Zoran-Djindjic-Stiftung) , Werkvertragsarbeitnehmer und Binnenschiffer

· In der Visastelle in der Kneza Miloša 75, 11000 Beograd für Visa zur Familienzusammenführung

· In der Visastelle der Deutschen Botschaft Belgrad, Kneza Miloša 74-76, 11000 Beograd für alle anderen Visakategorien.

Personen aus dem Kosovo, die einen serbischen Reisepass, ausgestellt von der besonderen Passerteilungsstelle in Belgrad („Koordinationsdirektion“) besitzen, unterliegen weiterhin der Visumpflicht. Der Visumantrag ist grundsätzlich bei der zuständigen Auslandsvertretung in Pristina zu stellen.

Beachten Sie bitte, dass außer Handtaschen und kompakten Rucksäcken kein Reisegepäck mit in die Visastelle gebracht werden darf und auch das Abstellen solcher Stücke im Straßenbereich nicht gestattet ist. Bitte nutzen Sie die handelsüblichen Gepäckaufbewahrungen an Bahnhof/Busbahnhof/Flughafen.

VISAABHOLUNG: Die Bearbeitungszeit ist sehr unterschiedlich und hängt von den eingereichten Unterlagen ab. In der Regel beträgt die Bearbeitungszeit eines vollständig eingereichten Visumsantrags mindestens 3 Wochen. Nach Ablauf dieser Zeit prüfen Sie bitte regelmäßig die Abholliste.

Bereiten Sie deshalb Ihren Antrag im Vorfeld gründlich vor und reichen alle erforderlichen Unterlagen bei Antragstellung ein.

Geben Sie im Visumsantrag eine Handynummer an, unter der Sie jederzeit erreichbar sind.

Bitte beachten Sie, dass telefonische Auskünfte zu laufenden Vorgängen aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich sind. Im Interesse einer zügigen Antragsbearbeitung bitten wir von Sachstandsanfragen abzusehen.

Sofern über Ihren Antrag innerhalb weniger Tage entschieden werden kann, erhalten Sie direkt bei Antragstellung einen Abholtermin. Sie können über folgenden Link prüfen, ob und wann Sie Ihr Visum abholen können. Sobald Ihr Antrag positiv entschieden wurde, informieren wir Sie telefonisch / per SMS, wann und wo Sie Ihren Reisepass einreichen können. Bitte legen Sie oder eine von Ihnen bevollmächtigte Person den Reisepass so schnell wie möglich zusammen mit einer Krankenversicherung vor.

Wenn Ihr Visumsantrag abgelehnt worden ist, können Sie dagegen schriftlich innerhalb eines Monats remonstrieren (Widerspruch einlegen). Hierbei sollten Sie auf die im Ablehnungsbescheid aufgeführten Gründe eingehen und Argumente und Nachweise anführen, die aus Ihrer Sicht für eine Visumserteilung sprechen. Im Rahmen der Remonstration wird Ihr Antrag unter Berücksichtigung der von Ihnen eingereichten Argumente und Nachweise neu geprüft.

Ihre Remonstration senden Sie bitte Kontaktformular.

oder, sofern Originaldokumente eingereicht werden, an: Rechts- und Konsularreferat der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Kneza Milosa 74-76, P.O. Box 304, 11000 Beograd, Serbien

Eingehende Remonstrationen werden chronologisch abgearbeitet. Sie erhalten nach Abschluss der Prüfung (in der Regel innerhalb von 3 Monaten) einen Remonstrationsbescheid.

Fachkräfteinwanderungsgesetz

FAQ

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz tritt am 01.03.2020 in Kraft. Es regelt die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten. Neben Hochschulabsolventen, sollen gezielt Fachkräfte mit einer in Deutschland anerkannten Berufsausbildung aus allen Branchen weltweit gewonnen werden. Bisher bestehende Beschränkungen auf Engpassberufe und die Durchführung einer Vorrangprüfung zugunsten deutscher und europäischer Arbeitnehmer entfallen künftig. Für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in Deutschland ist auch weiterhin ein nationales Visum erforderlich.

Man unterscheidet zwischen Fachkräften mit Berufsausbildung und Fachkräften mit akademischer Ausbildung. Ausländische Ausbildungen müssen in Deutschland anerkannt werden. Fachkräfte mit Berufsausbildung müssen eine qualifizierte Berufsausbildung absolviert haben, für welche nach deutschem Recht eine Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren vorgesehen ist. Fachkräfte mit akademischer Ausbildung müssen einen Hochschulabschluss vorweisen. Fachkräfte können nur eine qualifizierte Beschäftigung aufnehmen.

Sie können als Fachkraft einen Aufenthaltstitel zur Beschäftigung erhalten, wenn

  • Ihre ausländische Qualifikation anerkannt wurde;
  • Sie bereits ein konkretes Arbeitsplatzangebot erhalten haben. Bitten Sie hierzu Ihren künftigen Arbeitgeber, das Formular „Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis“ auszufüllen;
  • Sie die Berufsausübungserlaubnis erhalten haben (oder Ihnen diese zugesichert wurde), wenn Sie in einem sogenannten reglementierten Beruf arbeiten möchten (z. B. im Gesundheitswesen );
  • Sie die allgemeinen ausländerrechtlichen Voraussetzungen erfüllen, wie z. B. gültiger Pass, gesicherter Lebensunterhalt etc.

Ihren Visumantrag sollten Sie erst dann stellen, wenn Sie alle Voraussetzungen erfüllen und vollständige Unterlagen vorlegen können. Wenn Ihre ausländische Qualifikation noch nicht anerkannt wurde, kann Ihr Visumantrag nicht bearbeitet werden. Informationen finden Sie unter:



Ja, unbedingt! Vor der Einreise nach Deutschland ist ein Antrag für ein nationales Visum zur Erwerbstätigkeit als Fachkraft zu stellen. Wichtiger Hinweis: Buchen Sie einen Termin erst nachdem Sie…

Brauche ich ein Visum als Fachkraft gemäß FEG?

Wenn Sie eine Berufsausbildung haben, müssen Sie Ihr Diplim unbedingt anerkennen lassen. Mehr dazu finden Sie hier.

Wenn Sie eine Hochschuldiplom haben, prüfen Sie die Gleichwertigkeit mit Hilfe der ANABIN Datenbank. Wenn Ihr Hochschuldiplom nicht Gleichwertig ist, können Sie eine Anereknnung machen lassen. Mehr dazu finden Sie hier.

In beiden Fällen haben Sie dar Recht auf das beschleunigte Fachkräfteverfahren, worüber Sie sich direkt bei der zuständigen Ausländerbehörde informieren können.

Ja, grundsätzlich kann jede qualifizierte Fachkraft das neue Verfahren nutzen. Nehmen Sie hierzu Kontakt zu Ihrem künftigen Arbeitgeber auf und bitten ihn, das beschleunigte Fachkräfteverfahren einzuleiten.

Das Verfahren verkürzt die Dauer des Anerkennungsverfahrens in Deutschland und sichert Ihnen eine zügige Antragstellung und Entscheidung über Ihren Visumsantrag.

Ihr künftiger Arbeitgeber kann kostenpflichtig das Verfahren bei der zuständigen deutschen Ausländerbehörde anstoßen. Diese koordiniert das Anerkennungsverfahren und erteilt nach Abschluss der Prüfung eine Vorabzustimmung. Sobald Ihnen die Vorabzustimmung vorliegt, registrieren Sie sich bitte in der Terminliste und wählen die Kategorie „beschleunigtes Fachkräfteverfahren“ aus. Sie erhalten innerhalb von 3 Wochen einen Termin zur Beantragung Ihres Arbeitsvisums. Die Entscheidung über Ihren Visumsantrag ergeht dann innerhalb von 3 Wochen.

Für Fachkräfte mit anerkannter Berufsausbildung haben wir neue Kategorien eingeführt, mit kurzen Wartezeiten. Prüfen Sie bitte, ob Sie sich umbuchen müssen:

1. Sie haben bereits die Anerkennung/ den Defizitbescheid erhalten.

  • Wenn Sie sich in einer Kategorie für Fachkräfte mit Anerkennung oder Pflegekräfte mit Anerkennung/ Lehrgängen registriert haben, müssen Sie nichts veranlassen.
  • Wenn Sie sich in einer anderen Kategorie registriert haben, stornieren Sie die Registrierung und registrieren sich neu unter Fachkraft/Pflegekraft mit Anerkennung/Defizitbescheid.

2. Sie haben noch keine Anerkennung/ keinen Defizitbescheid erhalten und möchten entsprechend Ihrer serbischen Qualifikation in Deutschland arbeiten.

  • Stornieren Sie Ihre bisherige Terminregistrierung.
  • Lassen Sie Ihre Qualifikation anerkennen. Wenn möglich, nutzen Sie das beschleunigte Fachkräfteverfahren.
  • Registrieren Sie sich erst nach Erhalt der Anerkennungsurkunde oder des Defizitbescheids für einen Termin unter Fachkraft/Pflegekraft mit Anerkennung/Defizitbescheid.

3. Sie möchten die Anerkennung nicht durchführen oder nicht Ihrer Qualifikation entsprechend in Deutschland arbeiten.

  • Stornieren Sie Ihre bisherige Terminregistrierung.
  • Registrieren Sie sich in der Kategorie „Erwerbstätigkeit ohne Anerkennung/Defizitbescheid gemäß Westbalkanregelung (§ 26 Abs. 2 BeschV)“.

Wenn Sie die Voraussetzungen als Fachkraft erfüllen, können Sie eine Blaue Karte EU beantragen, wenn:

  • Sie ein konkretes Arbeitsplatzangebot für mindestens ein Jahr besitzen,
  • die Beschäftigung Ihrer Qualifikation angemessen ist,
  • Ihr Jahresgehalt mindestens 58.400 Euro brutto betragen wird.

In diesem Fall muss die Bundesagentur für Arbeit nicht zustimmen.

Für bestimmte Berufe (Ärztinnen und Ärzte, Fachkräfte im Ingenieurswesen, in den Naturwissenschaften und der Mathematik sowie in der IT) reicht ein Jahresgehalt von 45.552 Euro brutto aus, wenn die Bundesagentur für Arbeit ihre Zustimmung erteilt.

Wenn Sie die Voraussetzungen für die Blaue Karte EU nicht erfüllen, können Sie eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer qualifizierten Beschäftigung erhalten, zu der Ihre Qualifikation Sie befähigt. Das bedeutet, Sie müssen aufgrund Ihrer Qualifikation in der Lage sein, die konkrete Beschäftigung auszuüben. Helfer- und Anlernberufe sind hierbei ausgeschlossen, es muss sich in jedem Fall um eine qualifizierte Beschäftigung handeln. Ob Ihre ausländische Qualifikation zu der von Ihnen beabsichtigten Beschäftigung passt, wird von der Bundesagentur für Arbeit geprüft.

Sie können eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer qualifizierten Beschäftigung erhalten, zu der Ihre Qualifikation Sie befähigt. Das bedeutet, dass auch Beschäftigungen in verwandten Berufen möglich sind. Sie müssen aber aufgrund Ihrer Qualifikation in der Lage sein, die konkrete Beschäftigung auszuüben. Helfer- und Anlernberufe sind hierbei ausgeschlossen, es muss sich in jedem Fall um eine qualifizierte Beschäftigung handeln. Ob Ihre ausländische Qualifikation zu der von Ihnen beabsichtigten Beschäftigung passt, wird von der Bundesagentur für Arbeit geprüft.

Ja. Wenn Sie keine Blaue Karte EU erhalten können und Ihr Jahresgehalt weniger als 48.180 Euro brutto betragen wird, müssen Sie zusätzlich eine angemessene Altersversorgung nachweisen. Als Nachweis zusätzlicher Altersvorsorge kommen Ansprüche in einer gesetzlichen Rentenversicherung Ihres Herkunftslandes oder anderer Länder, private Renten- oder Lebensversicherungen oder Immobilien oder sonstiges Vermögen in Betracht.

Sie können eine Aufenthaltserlaubnis für Forscher beantragen, wenn Sie mit einer öffentlichen oder privaten Forschungseinrichtung eine Aufnahmevereinbarung für ein Forschungsvorhaben abgeschlossen haben. Ein besonderes Verfahren zur Anerkennung Ihrer Qualifikation ist nicht erforderlich. Allerdings müssen Sie mindestens einen Hochschulabschluss erworben haben, der Zugang zu Doktoratsprogrammen eröffnet. Die Aufenthaltserlaubnis für Forscher setzt nicht zwingend einen Arbeitsvertrag voraus, z.B. können auch Stipendiaten diese beantragen. Wenn Sie auch die Voraussetzungen für die Blaue Karte EU erfüllen, können Sie zwischen dieser und der Aufenthaltserlaubnis für Forscher wählen. Wenn Sie zum Promotionsstudium einreisen und sich an einer deutschen Hochschule einschreiben möchten, gelten Sie als Forscher, wenn Sie mit der Hochschule oder einer Forschungseinrichtung einen Arbeitsvertrag geschlossen haben. Wenn Sie ohne Arbeitsvertrag an einem Vollzeitstudienprogramm teilnehmen, müssen Sie eine Aufenthaltserlaubnis zum Studium beantragen.

Bei Beschäftigungen auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie müssen Sie keinen Nachweis einer Qualifikation als Fachkraft erbringen, wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Vergleichbare Qualifikation, die Sie in den letzten sieben Jahren durch mindestens dreijährige Berufserfahrung erworben haben
  • Jahresgehalt von mindestens 52.560 Euro brutto
  • Deutschkenntnisse Niveau B1, auf die in begründeten Einzelfällen verzichtet werden kann (z.B. wenn Sie nachweisen, dass für die konkrete Beschäftigung ausschließlich Englischkenntnisse notwendig sind).

Unabhängig von der Qualifikation als Fachkraft können Aufenthaltstitel für die Beschäftigungen erteilt werden, die in der Beschäftigungsverordnung geregelt sind. Hierunter fallen z. B. Führungskräfte in Unternehmen, bestimmte Entsendungen, Berufskraftfahrer, Spezialitätenköche, Künstler, Sportler, bestimmte Praktika, Werkvertragsarbeitnehmer. Ein besonderes Verfahren zur Anerkennung Ihrer Qualifikation ist in der Regel nicht erforderlich. Wenn Sie in einem reglementierten Beruf arbeiten möchten, muss die Berufsausübungserlaubnis erteilt oder zugesichert sein.

Sie können als Fachkraft ein Visum zur Suche nach einem Arbeitsplatz, zu dessen Ausübung Ihre Qualifikation Sie befähigt, für bis zu sechs Monate beantragen, soweit ihre ausländische Qualifikation anerkannt wurde. Soweit Sie in einem sogenannten reglementierten Beruf arbeiten möchten (z. B: im Gesundheitswesen), müssen Sie die Zusicherung einer Berufsausübungserlaubnis oder die erfolgte Erteilung nachweisen. Fachkräfte mit Berufsausbildung müssen Deutschkenntnisse nachweisen, die der angestrebten Tätigkeit entsprechen (in der Regel Niveau B1).

Mit dem Visum dürfen Sie entsprechende Probebeschäftigungen bis zu zehn Stunden je Woche ausüben.

Ein Familiennachzug ist für diesen Aufenthalt noch nicht vorgesehen.

Ja, Sie können auch für eine schulische oder betriebliche Berufsausbildung nach Deutschland einreisen. Auch der Besuch eines ausbildungsvorbereitenden bzw. berufsbezogenen Sprachkurses ist möglich. Für die Aufnahme einer qualifizierten Ausbildung sind Deutschkenntnisse, die mindestens dem Niveau B1 entsprechen, nachzuweisen. Dies gilt nicht, wenn die erforderlichen Sprachkenntnisse durch einen vorbereitenden Sprachkurs erworben werden sollen oder durch die Bildungseinrichtung bestätigt wurden.

Neben der Ausbildung ist eine Beschäftigung bis zu zehn Stunden je Woche erlaubt.

Wenn Sie nicht älter als 25 Jahre sind, können Sie auch zur Suche nach einem Ausbildungsplatz einreisen; dafür werden unter anderem Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 und ein Schulabschluss einer deutschen Auslandsschule bzw. ein Schulabschluss, der zum Hochschulzugang berechtigt, benötigt. Ein solcher Aufenthalt ist bis zu sechs Monate möglich.

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